St. Michael - St. Maximilian Kolbe

St. Maximilian Kolbe
St. Michael
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© 2018 St. Maximilian Kolbe
 

St. Michael

wurde im Jahr 1905 fertig gestellt ...

Kirche St. Michael

 

Bergerstr. 168

51145 Köln Porz -Eil

 

zur Übersicht und Lage

Die Katholische Pfarrkirche St. Michael

 

Die Eiler Kirche ist nach Plänen des Kölner Architekten Kremer im Stil der Vorstadtgotik von 1903 bis 1905 erbaut worden.

Ein heller, schöner Raum, sehr groß wirkend, vermittelt den Eindruck eines echten Erlebnisses, das gesteigert wird durch die maßgerechten Säulen. Aus deren Blattkapitellen entspringen die Kreuzrippengewölbe, die von einem Rankenmuster (1990) begleitet werden.

Von der ursprünglichen Ausstattung der Kirche ist nur noch der aus Sandstein gefertigte neugotische Hochaltar vorhanden, der heute als Sakramentshaus dient. Eine Kerzenschranke mit Evangelienambo trennt ihn ganz bewusst vom Chorraum ab, damit der Blick auf den Mittelpunkt der Kirche gelenkt wird: der Zelebrationsaltar aus Marmor nebst Ambo (1965) und das vom Kölner Bildhauer und Maler Walter Prinz entworfene Altarkreuz aus Bronze (2005), um die sich Gläubige, MEssdiener und Priester zur Feier der Gottesdienste versammeln.

Die von Walter Prinz entworfenen Bildtafeln (2005) im Kirchenschiff beziehen sich auf den Raum und lassen eigene Orte hervortreten. Besonders sticht hier der "Ort des Erbarmens" -die Pietá (1912) mit den Kreuzwegstationen aus Bronze (1970) - hervor, der tagsüber zum stillen Verweilen und zum Gebet einlädt.

Die Bildtafeln im Chorraum und am Taufort, ja sogar der Beichtstuhl, lassen etwas ahnen von Toren, die man durchschreiten kann und soll. Tore öffnen den Weg in das Neue, Andere, auch Ungewisse und Fremde. Diese Tore wollen das Bewusstsein wach halten, dass der Mensch noch nicht angekommen ist: Der Kirchraum dient als Vorhof, um den lebendigen Gott, der hinter allem steht, zu suchen und zu begegnen.

(Text von Dechant J. Thull)

aus der Sicht des Künstlers...

Beim Betreten  der Vorhalle wird es stiller und sofort werfen wir einen Blick in den neu gestalteten Kirchenraum.

Die Bänke stehen im Mittelschiff, lassen den Mittelgang frei und lenken unseren Blick in den Chorraum.

Auf dem Weg dorthin begleiten uns die Wandmalereien unter den Fenstern in ihrem warmen Rotton.

Diese abstrakten Formen sind raumbildend, gemeinschaftsbildend und versammeln uns um den Altar, die MItte. Hier sollte die Erinnerung an den anwesenden Herrn stärker in der Gemeinschaft aufleuchten.

Dieser Raum der Versammlung wirkt durch die Malerei im Chorraum geöffnet, durchlässig. Sie führt über den Ort des Sakraments und die gemauerten Grenzen hinaus.

Erst jetzt werden andere Orte des Raumes bewusst, die Orte der persönlichen Begegnung sind:

der Ort der Marienverehrung,

der Ort der Taufe,

der Ort der Versöhnung,

der Ort des Erbarmens,

alles Orte der Ruhe, des Nachdenkens, der Stille. Beim Abschied grüßen die beiden Pfarrpatrone Rochus und Michael.

(Text von Walter Prinz)